Unser Maler, der heißt Müller,
malt die Wände strahlend weiß.
Ja Herr Müller ist ein Knüller,
emsig, eifrig, voller Fleiß.
Immer munter, rauf und runter,
immer fleißig Müller heiß ich.
Das ist fast schon kriminell,
Müller, du bist viel zu schell!
Sperr doch deine Augen auf,
sonst nimmt das Unglück seinen Lauf.
Strophen:
Huch! Da stößt er an die Leiter!
Peng! Schon kracht sie ins Geschirr.
Oh weh, oh weh; jetzt wird es heiter!
Ein Geschepper und Geklirr!
Huch! Da kippt die Farbe um!
Ih! Du Tolpatsch! Wie das spritzt!
Oh weh! Oh weh! Wie ist das dumm!
Mist! Der Müller flucht und schwitzt.
Müller! Guck, das schöne Bild!
Halt! Es hängt noch an der Wand!
Pass auf! Der Müller streicht wie wild!
Malt's einfach über - allerhand!
Dieser Maler Müller ist ein reines Produkt meiner Phantasie. Der
echte Maler Müller hieß eigentlich Friedrich Müller und
war ein Künstler des Sturm und Drang. "Sturm und Drang" habe
ich in allerlei Missgeschicke übersetzt. Friedrich Müller lebte
von 1749 bis 1825.
Text und Musik: Detlef Cordes. Alle Rechte vorbehalten. Jede Veröffentlichung des Textes oder der Musik -auch in Auszügen- ohne ausdrückliche Zustimmung des Urhebers ist verboten.
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