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Ende des Herbstes - Rainer Maria Rilke

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Rilkes Gedicht handelt von einer sich verändernden, unverstehbaren Welt, in der es keine Heimat gibt. Das wollte ich mit dem musikalischen Kontext und seinen schwer durchschaubaren Gesetzen ausdrücken.

Ende des Herbstes - Rainer Maria Rilke

Ich sehe seit einer Zeit,
wie alles sich verwandelt.
Etwas steht auf und handelt
und tötet und tut Leid.

Von Mal zu Mal sind all
die Gärten nicht dieselben;
von den gilbenden zu der gelben
langsamem Verfall:
wie war der Weg mir weit.

Jetzt bin ich bei den leeren
und schaue durch alle Alleen.
Fast bis zu den fernen Meeren
kann ich den ernsten schweren
verwehrenden Himmel sehn.

Text: Rainer Maria Rilke - Musik: Detlef Cordes

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