Es gibt Momente im Leben, da möchte man die eigene Kopfhaut eigenhändig von den Haaren befreien. Wir reden hier nicht von der schlichten, ehrlichen Dummheit – nein, wir reden von der „schlauen Dummheit“. Jenem besonderen Menschenschlag, der so geschickt im Trüben fischt, dass er gar nicht merkt, wie das gesamte Gewässer gerade austrocknet.
1. Die Kunst des taktischen Schweigens
Haben wir sie nicht alle schon erlebt? Diese Experten des „richtigen Augenblicks“, die genau dann verstummen, wenn es brenzlig wird. Sie wissen angeblich, wie der Hase läuft
– meistens läuft er bei ihnen aber nur im Kreis. Ihre größte Waffe: das bedeutungsschwangere Brummen.
2. Der Millimeter-Horizont
Das Drama der schlauen Dummen liegt in ihrem Aktionsradius. Sie denken exakt einen Millimeter weiter als die Tischkante – und feiern das als visionären Durchbruch. Während sie geschickt Zwietracht in die Runde träufeln, um sich einen winzigen Vorteil zu sichern, übersehen sie völlig, dass der Raum, in dem sie stehen, bereits lichterloh brennt.
„Millimeterweise denken sie weiter / Die können nicht argumentieren, nur brummen.“
3. Und was machen die „dummen Schlauen“?
Doch das eigentliche Entsetzen gilt den Gegenspielern: Den dummen Schlauen. Jene, die eigentlich alles durchschauen, aber mit einer stoischen, fast schon arroganten Ruhe zusehen, wie ihnen das Leben versaut wird. Es ist ein intellektuelles Trauerspiel in drei Akten:
- Die schlaue Dummheit
- Manipuliert sich erfolgreich in den eigenen Untergang.
- Die dumme Schlauheit
- Analysiert präzise, warum alles schiefgeht, während sie tatenlos im Sessel versinkt.