Der Espresso dampft, und ich schaue auf meine Hände. Man sagt ja gerne, dass man ab einem gewissen Punkt nichts mehr dazulernt. Was für ein Quatsch. Ich schreibe diesen Text auf Englisch, weil „An old dog can learn new tricks“ diese gelassene Hartnäckigkeit ausdrückt, die man erst nach ein paar Jahrzehnten im Ring bekommt. Es geht nicht um Neuerfindung, sondern um Erweiterung.
In diesem Lied geht es um die Mischung aus Erfahrung und Neugier. Wer lange dabei ist, weiß, wie man Dinge repariert („knows how to fix any problem“), egal ob an der Werkbank oder im Leben. Aber das heißt nicht, dass man stehenbleibt. Wenn die alten Wege nicht mehr funktionieren, findet man eben neue – und selbst wenn sie funktionieren, gibt es vielleicht noch eine schlauere Lösung.
„Curiosity and knowledge create a new mix“. Das Wissen von früher (das Savoir-vivre) ist der Anker, aber die Neugier ist der Motor. Man muss kein Grünschnabel sein, um sich für Neues zu begeistern. Im Gegenteil: Wer schon viel gesehen hat, lernt oft schneller, weil er den unwichtigen Kram sofort aussortiert.
Kein „Früher war alles besser“-Gejammer. Sondern die Ansage: Ich bin noch hier, ich lerne noch, und ich hab den Jungen oft noch einiges voraus.