Ich sitze am Tisch, der Espresso ist stark, aber irgendwas fehlt. Da ist diese Lücke, wo sonst immer ein vertrautes Gesicht war. In meinem Viertel oder bei der Arbeit merkt man sofort, wenn die Routine bricht. Ich habe das Lied auf Englisch geschrieben, weil „Are you okay?“ viel direkter ist als das deutsche „Wie geht es dir?“. Es ist eine echte Frage, keine Floskel.
In diesem Song geht es um die Leute, die einfach immer da sind. Diese unaufgeregte Zuverlässigkeit, die man oft erst schätzt, wenn sie plötzlich weg ist. „You used to show up come what may“ – das sind die Menschen, die den Alltag leichter machen, einfach nur weil sie da sind.
Ich will nicht rumschnüffeln oder jemanden bedrängen („I do not want to appear like someone who is nosy“). Aber wenn jemand abtaucht, dann ist es an der Zeit, ein Signal zu senden. Vielleicht ist alles super und die Person genießt einfach das Leben – aber vielleicht wird der Schmerz auch gerade irgendwo im Stillen versteckt.
Der Kern der Sache ist das Angebot am Ende: „You can count on me“. Keine große Analyse, kein Rat-Gequatsche. Einfach nur das Wissen, dass da jemand ist, auf den man zählen kann, wenn es brennt.