Der Espresso ist stark, und ich schaue mir die Etiketten auf den Dingen um mich herum an. Man muss kein Wirtschaftsexperte sein, um zu sehen, dass sich der Wind gedreht hat. Ich habe diesen Song geschrieben, um die Realität festzuhalten: Der „Rising Star“ ist längst aufgegangen. Es ist eine Anerkennung einer enormen Leistung, gepaart mit der Frage, wo wir in diesem neuen Zusammenspiel eigentlich bleiben.
In diesem Lied geht es um den Respekt vor dem Wandel. Jahrelang war Deutschland der Exportweltmeister, aber jetzt hat China diesen Platz übernommen. „Jetzt gibt’s einen neuen“ – das ist eine trockene Feststellung von Tatsachen. Die Bühne, auf der die Musik spielt („die China Oper“), hat sich nach Osten verlagert, und das hat massive Auswirkungen auf unseren eigenen Wohlstand und unsere Zukunft.
Die Frage ist nicht, wer gegen wen spielt, sondern wie wir uns in dieser neuen Welt aufstellen. „Kein Land spielt ein Solo“. Das ist der entscheidende Satz. Wir leben in einer Zeit der totalen Vernetzung. China, Europa, die USA – wir hängen alle zusammen. Wenn sich ein Riese wie China bewegt, betrifft das jeden Handgriff, den wir hier machen.
Keine Panikmache, nur die ehrliche Neugier darauf, wie das nächste Kapitel aussieht. „Wir sind alle gespannt: was kommt jetzt?“ Es geht darum, Antworten zu finden, statt nur der alten Zeit hinterherzutrauern.