Der Espresso ist heute so schwarz wie die Stimmung nach einem Gespräch, das völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Kennst du das? Du sagst einen Satz, und dein Gegenüber baut daraus ein ganzes Drama-Szenario.
In diesem Lied geht es um die Frustration, wenn Kommunikation zur Einbahnstraße wird. „Du hast mich missverstanden“ ist hier keine Entschuldigung, sondern eine Feststellung. Es ist dieses Kopfschütteln, wenn man merkt, dass der oder die andere geradezu kreativ darin wird, Dinge in den falschen Hals zu bekommen.
„Was du für ’ne Mimose bist“ – das ist die Kante, die es braucht. Manchmal ist ein Missverständnis kein Zufall, sondern Absicht oder ein Vorurteil („dass du ein Vorurteil gegen mich hegst“). Wenn jemand unbedingt beleidigt sein will, dann findet sich immer Grund, egal wie harmlos die Ansage war. Es geht um dieses Gefühl, sich „voll verkohlt“ zu fühlen, während der oder die andere in die völlig falsche Richtung marschiert.
Kein psychologisches Rumeiern, kein „Wir müssen mal drüber reden“. Einfach nur die klare Kante gegen das Konstruieren von Problemen, wo eigentlich keine sind.