Der Espresso dampft, die Gitarre liegt auf dem Schoß. Manchmal plant man sich zu Tode, aber am Ende lernt man erst was, wenn man die Tür hinter sich zuzieht und loslegt. Ich schreibe über dieses Suchen auf Englisch, weil Begriffe wie „wisdom vanished without a trace“ eine Leichtigkeit haben, die mir im Deutschen oft fehlt.
In diesem Lied geht es um den Unterschied zwischen Theorie und der echten Welt. Man meint zu wissen, wie es läuft, aber dann merkst du: Die Welt im Kopf und die Realität da draußen haben oft eine ziemlich schräge Beziehung. Wahre Erfahrung lässt sich nicht abkürzen – sie entsteht beim Gehen, beim Reden und ja, auch wenn man sich ordentlich verrennt.
„Sometimes I learn by falling on my nose“ – darum geht’s. Das kostet Nerven und manchmal eben auch Lehrgeld. Aber es gibt keine bessere Schule, als es auf eigene Faust zu probieren. Aufstehen, weitermachen, den Dreck abklopfen.
Kein Motivations-Gequatsche, sondern die simple Tatsache: Weisheit ist nichts, was man im Regal stehen hat. Man findet sie da draußen, wo es wehtut und wo es echt ist.