Der Espresso fordert sein Recht, und plötzlich findet man sich an dem einen Ort wieder, an dem die Welt draußen bleiben muss. Keine Termine, kein Internet-Stress, nur man selbst und die Fliesen. Ich habe das Lied auf Deutsch geschrieben, weil es diese spezielle, etwas schräge Intimität braucht, die man nicht hinter englischen Metaphern verstecken kann.
In diesem Lied geht es um den Moment, in dem der Geist auf Wanderschaft geht, während der Körper Pause macht. „Ich sitz auf Klo und denk an dich“ – das klingt im ersten Moment vielleicht profan, aber eigentlich ist es das größte Kompliment: In der einzigen echten Auszeit des Tages, in der „im Geist sonst nichts Wichtiges passiert“, taucht dieses eine Gesicht auf.
Es ist die pure Entschleunigung. Man liest etwas, die Gedanken driften ab, und plötzlich landet man bei einem Menschen, der einem wichtig ist. „Die Welt da draußen, die ist weit, weit, weit“. Hier stört keine Erwartungshaltung und kein gesellschaftlicher Filter. Es ist die ehrlichste Form der Meditation, die wir im Alltag noch haben.
Kein Rosen-Kitsch, keine Kerzen. Nur die nackte Wahrheit über das, was uns durch den Kopf spaziert, wenn wir ganz für uns sind.