Der Espresso ist getrunken, die Stiefel sind geschnürt. Ich laufe durch den grauen Alltag, den Blick eher auf dem Boden als in den Wolken. Und da liegen sie: zwei weggeworfene Filter im Dreck. Ich rauche zwar selbst nicht, aber ich kenne die Geste.
In diesem Lied geht es um das Kopfkino, das an den kleinsten Dingen hängen bleibt. „Haben die wohl welche weggeschmissen, um sich dann zu küssen?“ Das ist keine Kitsch-Frage, das ist eine Suche nach einem Zeichen. In einer Welt, die oft hart und funktional ist, suchst du unbewusst nach dem Beweis, dass da draußen noch was anderes passiert als nur der tägliche Trott.
Ich fege sie nicht weg („Ich lass die beiden in Ruh“). Es ist ein Moment des Respekts vor einer Geschichte, die ich nicht kenne, aber die ich mir genau so wünsche. Dass zwischen all dem Dreck und dem grauen Weg zwei Leute standen, die alles andere vergessen haben.
Es endet bei der großen Erkenntnis, die einen im Matsch überfällt: „Dass die Liebe doch das Größte ist.“ Das klingt fast zu groß für den Moment, aber genau da gehört es hin. Nicht in den Palast, sondern auf den Gehweg, wo die Leute leben.